Andheri-Hilfe vor Ort – Neue Perspektiven für indische Kleinbauern

Ein aktueller Projekt- und anschaulicher Reisebericht von Heike Kluve, Indienreferentin der ANDHERI HILFE, zu dem auch von H&Ä im 4. Quartal unterstützten Projekt
„Armutsbekämpfung von Kleinbauern und Frauen durch nachhaltiges Ressourcenmanagement“.
Gerade zurück von ihrem Vorort-Besuch im November lässt uns Frau Kluve teilhaben an vielen neuen und interessanten Hintergrundinfos; sie wird aber bestimmt auch Spannendes über Land und Leute zu berichten haben.

Die Andheri Hilfe freut sich sehr über die aktuelle Zusage des BMZ für die 75%ige Ko-Finanzierung dieses wichtigen Projektes – auch die Menschen vor Ort werden erhebliche Eigenleistungen erbringen. Es verbleiben ca. 75.000,- Euro, die die Andheri Hilfe an Spendengeldern einwerben muss.
Einen kleinen Anteil wollen wir hierzu aus den Trinkgeldern und Spenden, die uns unsere Gäste im 4. Quartal diesen Jahres zukommen lassen, beitragen.

Eintritt frei – großzügige Spenden für das vorgestellte Projekt erbeten;
gerne auch Voranmeldung im Café, unter 02202-2609296 oder cafe@himmel-un-aeaed.de

Projektvorstellung: Dieses auf 3,5 Jahre bis Ende 2021 ausgelegte Projekt im südindischen Bundesstaat Karnataka ist auf eine nachhaltige Entwicklung von 20 Dörfern mit insgesamt ca. 55.000 Menschen ausgerichtet:
– Verbesserung der Lebensbedingungen durch den Schutz natürlicher Ressourcen
– unter Stärkung der Selbsthilfestrukturen der über 2.000 beteiligten Kleinbauernhaushalte.
– Reduzierung der Bodenerosion, Anstieg des Grundwasserspiegels und Wasserschutzmaßnahmen zur Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge in den 20 Projektdörfern.
– Aufbau einer ökologischen Landwirtschaft, dadurch Qualitätsverbesserung der Anbauprodukte und des Grundwassers.
– Reduzierung des Holzeinschlages durch Nutzung von Biogasanlagen zum Schutz der Vegetation.

Einige Infos zur Ausgangssituation: Das Projektgebiet umfasst 20 sehr arme kleinbäuerlich geprägte Dörfer in den Hügeln der Ausläufer der West Ghats. Die Kleinbauernfamilien dort leiden unter akuter Wasserknappheit, insbesondere während der Trockenzeit. Die Ernteerträge sind während der letzten Jahre immer weiter zurückgegangen und die ökonomische Situation der Bewohner hat sich so verschlechtert, dass heute etwa 55% der Bevölkerung unter oder nahezu an der Armutsgrenze lebt. Aufgrund starker Entwaldung können die heftigen Regenfälle des Monsuns nicht mehr aufgefangen werden und langsam versickern. Der Grundwasserspiegel hat sich somit abgesenkt, und der fruchtbare Boden wird abgespült. Möglichkeiten zum Aufstauen des Wassers gibt es momentan kaum. Auch sauberes Trinkwasser ist während der Trockenzeit nicht ausreichend vorhanden. Migration in die Städte und Aufgabe der kleinbäuerlichen Landwirtschaft sind die Folgen.
Die Kleinbauern wurden durch die positiven Entwicklungen in der Nachbarregion im Rahmen des dort durchgeführten Projektes aufmerksam und sind sehr motiviert, auch die Situation in ihren Dörfern verbessern zu können. Mit Methoden partizipativer Planung wurde das Projekt geplant und Selbsthilfestrukturen in Form von Kleinbauern-Komitees konnten bereits gebildet werden.

Mehr über die Arbeit der Andheri Hilfe: www.andheri-hilfe.de