Buchcover

Mit „Die Königin der Kolonialwaren“ legen Laura Geyer und Achim Rieks Lokalgeschichte in Bestform vor: gut recherchiert, fesselnd erzählt und von historischen Aufnahmen begleitet. Als einer von vielen Zeitzeugen erinnert sich der weltbekannte Architekt Gottfried Böhm an eines seiner ersten Projekte – die Schildgener Herz Jesu Kirche.

„Dichte Wälder überziehen die Landschaft, durchfressen von tiefen Sumpftälern. Ein Fluss bahnt sich in unzähligen Armen seinen Weg durch die Ebene. Alles, was Menschen hier vorfinden, bietet ihnen Kampf: Wasser, Wald, wilde Tiere.“ Mit dieser Szene beginnt das Buch „Die Königin der Kolonialwaren“. Laura Geyer und Achim Rieks zeigen darin, dass Lokalgeschichte keineswegs trockene Daten und Fakten sind, sondern vielmehr Bilder und Geschichten, wie wir sie nur zu gerne in Romanen lesen. Und diese Geschichten sind wirklich passiert – genau da, wo wir heute leben. Das Buch erscheint Mitte Novemberim Heider-Verlag und ist bis 30. Oktober 2019 im Café Himmel un Ääd zum Vorteilspreis bestellbar.

Journalistin Laura Geyer beschreibt die historischen Themen spannend und unterhaltsam, Zeitzeug*innen füllen sie mit Leben. Da erfährt man zum Beispiel, dass Christine Quirl in der Gaststätte Zur Post einen jüdischen Jungen vor den Nazis versteckte, der später John F. Kennedys Fotograf wurde. Kläre und Toni Höller erzählen, wie der Pfarrer ihnen in den 1950er-Jahren unfreiwillig den Kino-Saal füllte. Und kurz vor seinem 100. Geburtstag erinnert sich Gottfried Böhm liebevoll an eines seiner ersten Projekte als Architekt: die Schildgener Herz Jesu Kirche.

Historische Fotos aus Nostalgiekalender

Alle Kapitel sind liebevoll bebildert, manche Fotos sind über ein Jahrhundert alt.Hier liegt auch der Ursprung des Projekts: Das Begegnungscafé Himmel un Ääd hatte für einen Nostalgiekalender 2019 alte Aufnahmen von Schildgen gesucht. Mehr als 100 waren zusammengekommen. Der schnell ausverkaufte Kalender zeigte einen Querschnitt aus diesem Material, doch: Es gab da noch viel mehr. Und vor allem steckten hinter all den Bildern unzählige Geschichten.

Achim Rieks, der Vorsitzende des Himmel un Ääd e.V. und die Journalistin Laura Geyer taten sich zusammen, schauten in die Archive und sprachen mit alten Schildgener*innen. Herausgekommen sind 13 wunderbare Geschichten, die sich immer wieder miteinander  verzahnen und dem Stadtteil so aus ganz verschiedenen Perspektiven nähern. Dabei entsteht ein vielfältiges Bild, das bei Alteingesessenen Erinnerungen weckt und Zugezogenen einen einzigartigen Zugang zu ihrer neuen Heimat verspricht.

Autor Achim Rieks

Autorin Laura Geyer

„Die Königin der Kolonialwaren. Geschichten und Bilder aus dem alten Schildgen“ von Laura Geyer und Achim Rieks erscheint am 18. November im Heider-Verlag. Vorbestellung bis 30. Oktober 2019 zum Vorteilspreis von 19,90 Euro im Café Himmel un Ääd, Altenberger-Dom-Straße 125, Tel. 02202 / 260 92 96 (danach 23,90 Euro).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.