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Eine besondere Überraschung widerfuhr Heinrich Mehring, der bei der diesjährigen Mitglieder-Versammlung mit der neu geschaffenen Ehren-Nadel des Stadtverbandes ausgezeichnet wurde. Mehring wurde für sein „stilles, ständiges Wirken für den Stadtverband Kultur geehrt, mit der er seit Jahren den Verband in der 2. Reihe sozusagen ehrenamtlich unterstützt, sei es mit Pressefotos, Flyergestaltungen o.ä.“, so Vera Heinecke in ihrer Laudatio.

1944 in Schlesien geboren wuchs Mehring in Bad Pyrmont auf und begeisterte sich schon mit 10 Jahren fürs Fotografieren, welches er später (nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften, Soziologie und Psychologie in Göttingen und Bochum) auch zu seinem Beruf machte. 1974 bestand er die Meisterprüfung und bildete Fotografen aus. Nach leitenden Positionen in der Industrie widmet er sich auch nach seiner Pensionierung der Fotografie und war in Bergisch Gladbach bereits mit mehreren Ausstellungen vertreten (zuletzt mit „Ein bißchen Frankreich“ und „Bilder aus einer geteilten Stadt“).

Die außergewöhnliche Ehrennadel wurde von der Glaskünstlerin Maria Schätzmüller-Lukas in den sieben Logofarben des Stadtverbands entworfen und als Unikat hergestellt. Der Verband wird in loser Folge diese Ausszeichnung an „Menschen vergeben, die sich in besonderer Weise für die Kultur im Stadtgebiet Bergisch Gladbach und darüber hinaus verdient gemacht haben“, erläuterte der Vorsitzende Dr. Lothar Speer.

Text: Magdalene Christ
Foto: Michael Fischer

Am 21. Mai 2017 fand im Schulmuseum Katterbach die diesjährige BOPP Verleihung statt. Der Kulturpreis des Stadtverbands Kultur ging in diesem Jahr an das Inklusive Jugendmusikprojekt „Der kleine Lord“ des Jugendchors der Evangelischen Kirchengemeinde Schildgen.

Die Preisverleihung wurde eröffnet durch den Hausherrn, Herrn Dr. Peter Joerißen und die Begrüßung durch den Vorsitzenden Dr. Lothar Speer.

Nach dem Grußwort des stellvertretenden Bürgermeisters, Herrn Michael Zalfen, präsentierte der letztjährige Preisträger, der Förderverein des Schulmuseums Katterbach, einige Feldpostbriefe aus dem im letzten Jahr prämierten Projekt. Anschließend hielt der Vorsitzende Dr. Lothar Speer die Laudatio und begründete die Entscheidung der Jury (Dorothea Corts, David Heitmann und der Vorstand des Stadtverbands).

Folgende Projejkte waren nominiert:

  • Das Theaterstück „Nichts als die Gerechtigkeit Gottes“ des THEAS Ensembles.
  • Im Musik – Tanztheater „Samia – Die Geschichte einer Flucht“ des Krea – Jugendclubs präsentierten Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren eine junge Frau, deren Traum es ist, Tänzerin zu werden, die ihre Heimat verlässt, um in Europa ihr Glück zu finden.
  • 10 Jahre TheaterWeltenErschaffen – der Festakt im Ratssaal in Bensberg würdigte zehn Jahre Theaterarbeit eines Kreises Theater – Interessierter mit Ausschnitten aus früheren Produktionen und einen Einblick in die aktuelle Produktion.
  • Die Gespräche im Roten Salon bilden als fester Bestandteil des Kultur – und Bildungsprogramms des Galerie – und Schlossvereins.
  • Das Seniorentheater Odenthal mit dem Theaterstück „das ganze Leben – das Ganze leben“.
  • Mit dem inklusiven Jugendmusicalprojekt „Der kleine Lord“ bewarb sich der Jugendchor der Evangelischen Kirchengemeinde Schildgen.
  • Mit der Veranstaltung „Musik ohne Grenzen“ – Internationale Begegnungen mit und für Kinder und Jugendliche bereicherte Carmen Daniela und ihr Verein zur Förderung von künstlerischen Veranstaltungen das Kulturleben unserer Stadt.
  • Der Ganey – Tikva Verein bewarb sich mit seinem Skulpturenaustauschprogramm mit der israelischen Partnerstadt Ganey Tikva und der Skulptur „A Key to friendship“ die auf dem Ganey Tikva Platz in Hebborn aufgestellt wurde.
  • Im Kulturhaus Zanders fand eine von der Stiftung Zanders – papiergeschichtliche Sammlung konzipierte Ausstellung mit dem Titel „Lobpreis der Weiblichkeit“ statt.

Danach trug der Vorsitzende einige Gedanken zu einem Aspekt der Kultur – der Musik – vor: Die Musik dürfte so alt sein wie die Menschheit selbst und ist eine Kulturform, die da auftritt, wo Menschen leben. Bildliche Darstellungen und schriftliche Aufzeichnungen beweisen, dass in allen Hochkulturen dieser Welt Musik eine kulturelle Ausdrucksform war. Die Ethnologen bestätigen, dass auch in nicht – schriftlichen Kulturen die Musik einen wichtigen Platz inne hatte. Die Schöpfungsmythen sehen in ihr ein Geschenk derjenigen, die die Welt erschaffen haben. Musik diente der Verehrung der Gottheiten und der Unterhaltung der Menschen. Musik diente den Mächtigen um der Machterhaltung Willen und sie bot den Unterdrückten ein Medium Kritik zu artikulieren. Und seit der Erfindung der Schallplatte wurde Musik reproduzierbar und konnte in jede Wohnung gelangen. Musik hilft Babies beim Einschlafen, kann Demenzerkrankten Erinnerungen zurück bringen, unterstützt Kinder und Jugendliche bei der Persönlichkeitsentwicklung, kann bei der Entspannung nach einem stressigen Tag helfen oder einfach nur Freude bereiten.

Nun leitete der Vorsitzende über zur Laudatio für die Preisträger. Zusammengefasst ist festzustellen: Inklusion, Jugendarbeit und kulturelle Bildung in der vorgestellten Art so gelungen miteinander zu verbinden, war der Grund für die Jury, den diesjährigen BOPP an dieses Projekt zu vergeben.

Nach der Preisübergabe an die Projektleiterin, Frau Sabine Gresser–Ritter, traf man sich noch zu netten Gesprächen in einer angenehmen Atmosphäre.

Foto 1:
Heinrich Mehring –  www.mehringfotografie.de
Foto 2 + 3:
Michael Fischer – www.michasbilderwelten.de
Text:
Dr. Lothar Speer