„Jeder ist an allem schuld“

Eine interdisziplinäre Betrachtung der Schuld im Werk Dostojewskijs

In F.M. Dostojewskijs letztem Roman Die Brüder Karamasow sagt der geistliche Lehrer Starez Sosima: „Jeder von uns trägt allen gegenüber an allem Schuld, und ich mehr als alle.“
Die Frage nach der Schuld des Menschen vor Gott und seiner Schöpfung nimmt besonders im nachsibirischen Werk des russischen Schriftstellers einen zentralen Platz ein, angefangen bei der Schilderung der Verbrecher und ihrer Taten in den Aufzeichnungen aus einem Totenhaus über den Doppelmörder Raskolnikow bis zum vermeintlichen Vatermörder Dmitrij Karamasow, der die Schuld für eine Tat auf sich nimmt, die er gar nicht begangen hat.
Die Aussage des Starzen ist dabei nur verständlich vor dem Hintergrund von Dostojewskijs Glaube an eine familiäre Verbindung aller Menschen untereinander, der mit dem Begriff der Sobornost‘ als spiritueller Gemeinschaft beschrieben werden kann. Dazu gehört die demütige Selbsterkenntnis als Sünder, die erst den Weg zur Erlösung eröffnet.
Auf unserer Jahrestagung wollen wir uns diesem facettenreichen Schuldbegriff aus verschiedenen Perspektiven heraus – psychologisch, theologisch, philosophisch, kulturhistorisch und juristisch – annähern.

Text: TMA, Bild: Wikimedia, gemeinfrei

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Datum

Okt 07 - 09 2022
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Uhrzeit

Ganztägig

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Veranstaltungsort

Thomas Morus Akademie
Overather Straße 51-53, Bensberg
Kategorie

Veranstalter

Thomas-Morus-Akademie
Website
https://tma-bensberg.de/
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