Datum

Dez 11 - 12 2021

Uhrzeit

Ganztägig

MannsBilder

Mediale Darstellung und Wahrnehmung der Familie Mann

Die Werke Thomas und Heinrich Manns haben – fast 70 Jahre nach dem Tod Thomas Manns – nichts von ihrer Faszination und Strahlkraft verloren. In der produktiven Beschäftigung speziell mit Thomas Mann entsteht bis heute beachtliche Prosa: So zeichnet etwa der jüngst in deutscher Übersetzung erschienene Band „Der Zauberer“ (Orig. The Magician) von Colm Tóibín das Leben Thomas Manns in Romanform nach. So zerrissen zwischen künstlerischer Askese und bürgerlicher Behaglichkeit, zwischen familiärem Pflichtgefühl und akademischem Anspruch Thomas Mann zeitlebens gewesen sein mag, ein elementares Leitmotiv findet sich jedoch in all seinen Werken, Briefen und öffentlichen Auftritten wieder: Die Regie der medialen Wirkung und damit die Deutungshoheit über das Gesamttableau innezuhaben
und bewusst zu steuern.
Ein in diesem Jahr erschienener Bildband – auf dessen Herausgeber wir uns im Rahmen der Tagung freuen – könnte diese aktuell vieldiskutierte These stützen. Folgen wir diesem Ansatz, dann haben nicht nur Thomas und Heinrich Mann, sondern auch Thomas‘ Frau Katia und die sechs Kinder aktiv zu der medialen Verdichtung eines Mann’schen Mikrokosmos beigetragen.
Lässt sich diese Selbstinszenierung der Manns textbasiert, aber auch anhand von kaum bekannten TV- und Audiomitschnitten aufzeigen? Können Methodik und Systematik im Vorgehen der Familie Mann sichtbar gemacht werden? Welche Bezüge ergeben sich zum Kontext zeitgenössischer Gesellschaft, Kultur und Politik?

Text: TMA, Bild: Thomas-Mann: © Thomas-Mann-Archiv

  • 00

    Tage

  • 00

    Stunden

  • 00

    Minuten

  • 00

    Sekunden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.