Klage und Klagelieder im Alten Testament
27 Jan.
Bis 28 Jan.

Klage und Klagelieder im Alten Testament

Thomas-Morus-Akademie Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach
Klage und Klagelieder im Alten Testament
Thomas-Morus-Akademie

Die Thomas-Morus-Akademie ist eine katholische Einrichtung für Menschen, die Fragen stellen, neue Perspektiven suchen, Kultur erfahren und sich diese erschließen wollen. (aus: https://tma-bensberg.de/selbstverstaendnis-und-geschichte/)

Der Meister der Spannung
Alfred Hitchcock und seine Filme Obwohl Alfred Hitchcock für keinen seiner 53 Filme einen Oscar gewann, gilt er bis heute als einer der einflussreichsten Filmregisseure der Welt. „Sein“ Genre ist der Thriller, dessen Spannung und…
Von Greco bis Goya
Spanische Malerei vom 15. bis 19. Jahrhundert Sieht man von romanischen und gotischen Wandfresken einmal ab, so ist die Malerei in Spanien erst spät und durch flämische Künstler unter den katholischen Königen zu Ehren gekommen.…
Schiller, Kleist und E.T.A. Hoffmann
Die Entdeckung der Psychologie in der Literatur Das 18. Jahrhundert ist besessen von den „Wissenschaften vom Menschen“ – und eine davon ist die Psychologie. Es ist die schöne – und manchmal im tradierten Sinne eben…
Die verschüttete Stadt Pompeji
Geschichte, Archäologie und aktuelle Forschung Seit dem Beginn der Ausgrabungen im Jahr 1748 sind Restauratoren damit beschäftigt, die freigelegten Bauten und Funde der im Jahr 79 nach Christus durch einen Ausbruch des Vesuvs verschütteten Stadt…
Ein anderer Weg in die Moderne
Neue Perspektiven auf die Literatur der Biedermeierzeit Ursprünglich die Bezeichnung für einen Möbelstil, wurde der Begriff „Biedermeier“ schnell zu einer Etikette für eine bestimmte Ausprägung der Genremalerei. Erst nach und nach wurde „Biedermeier“ zum stilistischen…

Zur Wiederentdeckung einer vergessenen Gebetshaltung

„Lerne zu leiden ohne zu klagen“, das war über viele Jahrhunderte das Motto einer christlichen Spiritualität, die besonders mit Blick auf das Kreuz Jesu die Klage als Gebetshaltung marginalisierte.

Der Gekreuzigte selbst aber durfte seinen himmlischen Vater mit den Worten aus Ps 22 angehen „mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen“, und die vielen Gekreuzigten im Laufe der Geschichte bis in die aktuelle Weltlage hinein sollen das nicht mehr dürfen?

In den Passionserzählungen wird Jesus als der leidende Gerechte dargestellt, aber der Halleluja-Jubel über die Auferstehung scheint die Klage theologisch obsolet gemacht zu haben. Dagegen spricht jedoch die überaus reiche Tradition der individuellen und kollektiven Klagegebete im Ersten/ Alten Testament, die es neu zu entdecken gilt. Ohne Klage und Anklage, die sich an und sogar gegen Gott wendet, kann es zu einer „Gottesvergiftung“ kommen, die das existentielle Beziehungsgeschehen des Glaubens nicht ernst nimmt.

Nach der spannenden Erkundung der „Literarischen Kathedrale“, dem Buch Jesaja mit Prof. Dr. Ulrich Berges im Mai letzten Jahres, gilt es nun die Biblischen Klagen kennenzulernen, historisch und exegetisch einzuordnen – und eine vergessene Gebetshaltung wiederzuentdecken.

Wir freuen uns auf spannende Vorträge und Diskussionen und laden Sie herzlich nach Bensberg ein!

Text: TMA, Bild: © Julius Schnorr von Carolsfeld, via Wikimedia Commons

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