Thomas Manns „Zauberberg“
04 Mai
Bis 04 Mai

Thomas Manns „Zauberberg“

Thomas-Morus-Akademie Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach
Thomas Manns „Zauberberg“
Thomas-Morus-Akademie

Die Thomas-Morus-Akademie ist eine katholische Einrichtung für Menschen, die Fragen stellen, neue Perspektiven suchen, Kultur erfahren und sich diese erschließen wollen. (aus: https://tma-bensberg.de/selbstverstaendnis-und-geschichte/)

Der Meister der Spannung
Alfred Hitchcock und seine Filme Obwohl Alfred Hitchcock für keinen seiner 53 Filme einen Oscar gewann, gilt er bis heute als einer der einflussreichsten Filmregisseure der Welt. „Sein“ Genre ist der Thriller, dessen Spannung und…
Von Greco bis Goya
Spanische Malerei vom 15. bis 19. Jahrhundert Sieht man von romanischen und gotischen Wandfresken einmal ab, so ist die Malerei in Spanien erst spät und durch flämische Künstler unter den katholischen Königen zu Ehren gekommen.…
Schiller, Kleist und E.T.A. Hoffmann
Die Entdeckung der Psychologie in der Literatur Das 18. Jahrhundert ist besessen von den „Wissenschaften vom Menschen“ – und eine davon ist die Psychologie. Es ist die schöne – und manchmal im tradierten Sinne eben…
Die verschüttete Stadt Pompeji
Geschichte, Archäologie und aktuelle Forschung Seit dem Beginn der Ausgrabungen im Jahr 1748 sind Restauratoren damit beschäftigt, die freigelegten Bauten und Funde der im Jahr 79 nach Christus durch einen Ausbruch des Vesuvs verschütteten Stadt…
Ein anderer Weg in die Moderne
Neue Perspektiven auf die Literatur der Biedermeierzeit Ursprünglich die Bezeichnung für einen Möbelstil, wurde der Begriff „Biedermeier“ schnell zu einer Etikette für eine bestimmte Ausprägung der Genremalerei. Erst nach und nach wurde „Biedermeier“ zum stilistischen…

Zum 100. Geburtstag eines Klassikers

Thomas Mann publiziert den „Zauberberg“ 1924. Ursprünglich als Novelle geplant, wächst sich der Text zu einem zweibändigen Roman von knapp 1100 Seiten aus. Klassifiziert werden kann „Der Zauberberg“ – um nur einige Konzeptualisierungen zu nennen – als Zeitroman, als Gesellschaftsroman. Klassifiziert werden kann aber der „Zauberberg“ auch als enzyklopädischer Roman (der die Wissensordnungen der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts literarisch verhandelt), als Bildungsroman respektive dessen Parodie, als Roman über Liebe, Philosophie und Politik. Zugleich begründet der Zauberberg die Tradition des „Sanatoriumromans“.

Die Debatten im „Zauberberg“ kreisen darum, welche geschichtsphilosophische Mission Europa aufgegeben sei. Europa gerät in Thomas Manns literarischem Unternehmen von einem Schweizer Berg aus in den Blick, während sich am Horizont stets auch Asien – ja, die von Europa als Kolonialraum perspektivierte Welt abzeichnet. Und Europa gerät nicht nur in den Blick, sondern auch ins – (zunächst) intellektuelle – Kreuzfeuer. Am Ende des Romans wird schließlich scharf geschossen: Der Erste Weltkrieg bricht aus.

Für den Tübinger Rhetorikprofessor Walter Jens war „Der Zauberberg“ das „Buch der Bücher“. Auch Marcel Reich-Ranicki kannte „keine besseren“ deutschen Romane als Goethes Wahlverwandtschaften und Thomas Manns Zauberberg.

Wir laden Sie herzlich nach Bensberg ein, sich in der intensiven Auseinandersetzung mit dem Werk selbst ein Urteil zu bilden!

Text: TMA, Bild: © Philipp Kester, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Barrierefreiheit